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Großer Kampf wird nicht belohnt - dezimierte Steelers verlieren 3:4 in Rosenheim

Freitag, 02.12.2016, Starbulls Rosenheim - Bietigheim Steelers
4:3

Mit Andi Mechel im Tor und 14 Feldspielern auf dem Spielberichtsbogen traten die Bietigheim Steelers heute beim Dauerrivalen aus Rosenheim an.

Die erste Chance für die Steelers ergab sich nach gut zwei Minuten für Mike Weigandt, doch Rosenheims Goalie Timo Herden wer zur Stelle. In den Folgeminuten spielten die Steelers Forechecking in Vollendung, die Hausherren hatten zweitweise größere Probleme bei eigenem Spielaufbau überhaupt die neutrale Zone zu erreichen. Als ihnen dies gelang und sich die Spielanteile gleichmäßig einpendelten, unterlief der Rosenheimer Defensive im Angriff ein Fehlpass. Marcus Sommerfeld roch den Braten und reagierte blitzschnell, lief Eins gegen Eins auf Timo Herden zu doch erneut stand der 22-jährige Goalie der Starbulls goldrichtig. Nach einer Viertelstunde hatten dann die Hausherren erstmals den Führungstreffer auf der Kelle, doch erst scheiterte Leopold Tausch und wenige Sekunden später Krys Kolanos an Andi Mechel. Genau in jene Drangphase der Hausherren hatte Bietigheims erste Sturmreihe die passende Antwort, Schuss von Matt McKnight und den Abpraller verwertete dann Marcus Sommerfeld zur Führung für seine Farben – 0:1 in der 16. Spielminute! Doch die Starbulls machten dort weiter, wo sie kurz zuvor unterbrochen wurden, im Angriff! Die logische Konsequenz war dann auch der 1:1 Ausgleichstreffer von Tyler Scofield, der Andi Mechel aus spitzem Winkel erstmals an diesem Abend überwinden konnte! Eine Minute später stand bzw. lag Andi Mechel dann genau richtig, mit einem Weltklasse-Save brachte er Tyler McNeely an den Rand der Verzweiflung und verhinderte damit den Rückstand für seine Grün-Weißen! Doch 12,5 Sekunden vor der ersten Pausensirene passierte es dann doch noch, die erstmalige Führung für die Rosenheimer. Starbulls-Neuzugang Krys Kolanos erzielte sein Premierentor an der Mangfall, 2:1 nach 20 Minuten.

Zu Beginn des zweiten Drittels ereilte die Bietigheimer dann die kalte Dusche. Erst bediente Tyler Scofield mit einem Zuckerpässchen diagonal durch die komplette Steelers-Defensive seinen Nebenmann Tyler McNeely, der zum 3:1 für die Bayern einnetzte, 87 Sekunden später musste Andi Mechel mit einer kaputten Kufe das Eis verlassen. Und es kam noch schlimmer, bei Bietigheimer Überzahl schlugen die Starbulls ein viertes Mal zu, erneut war es Tyler Scofield der den eingewechselten Silo Martinovic überwand und für die 3-Tore-Führung sorgte, 30 Minuten waren dort gespielt! Doch die Steelers wären nicht die Steelers, wenn sie zu diesem Zeitpunkt die Köpfe hätten hängen lassen. Nach einer guten Möglichkeit für Matt McKnight war es dann Max Prommersberger, der in der 39. Minute zu Mr.Hammer motierte und von der blauen Linie abzog – nur noch 2:4 aus Sicht des amtierenden Vizemeisters.

40 Sekunden waren im Schlussabschnitt gespielt, da stand René Schoofs der Rosenheimer Torpfosten auf dem Weg zum möglichen 4:3 Anschlusstreffer im Weg, doch die Kufencracks aus dem Ellental gaben weiterhin alles und kamen zu weiteren guten Möglichkeiten, so auch Robin Just in der 46. Minute, als kurzzeitig Chaos im Torraum von Timo Herden entstand. In einer absolut fair geführten Partie kamen die Ellentaler zwischen der 47. und 49. zu einer selten stattfindenden Powerplaysituation, doch die Hausherren wussten geschickt zu verteidigen und konnten das 4:2 vorerst weiterhin verteidigen. Dies änderte sich drei Minuten später, als Verteidiger Rob Brown ins Angriffsdrittel marschierte und den direkten Weg in Richtung Timo Herden suchte, den er am Ende seines Alleingangs tunnelte und das lange in der Luft liegende 4:3 erzielen konnte - 8:35 Min. blieb den Steelers noch Zeit, um zumindest den Ausgleich zu erzielen. 1:46 Min. vor Ende der regulären Spielzeit schien dann die große Chance gekommen zu sein, dieses Kunststück nach einem zwischenzeitigen 3-Tore-Rückstand tatsächlich noch zu vollbringen. Michael Baindl musste für zwei Minuten auf die Strafbank, Kevin Gaudet opferte Silo Martinovic zu Gunsten eines sechsten Feldspielers und so hieß es dann Sechs gegen Vier plus Goalie. Doch das „Miracle von Nauheim“ ließ sich nicht wiederholen, am Ende mussten die Steelers zum erst vierten Mal überhaupt in dieser Saison das Eis ohne Punkte verlassen!

Weiter geht es am kommenden Sonntag, den 04.12. um 17:00 Uhr wenn die Heilbronner Falken zum Derby in der EgeTrans Arena gastieren! Seid dabei und unterstützt die Steelers dabei, die Tabellenführung weiter zu verteidigen!

von Sebastian Marjan

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