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Furios aufspielende Steelers siegen 7:1 in Rosenheim - Matt McKnight mit Hattrick

Freitag, 17.02.2017, Starbulls Rosenheim - Bietigheim Steelers
1:7
Krönte seine starke Leistung mit einem Hattrick - Matt McKnight

Auf dem Programm stand am heutigen Abend der 46. Spieltag der DEL 2, die sich auf der Zielgeraden befindet. Die Steelers gastierten bei den Starbulls Rosenheim. Die Coaches Kevin Gaudet und Marc St. Jean mussten erneut auf Robin Just und David Wrigley verzichten. Bei den Oberbayern konnte Trainer Franz Steer auf zahlreiche Spieler nicht zurückgreifen, darunter auch auf seinen Topspieler Tyler McNeely.

Das Spiel vor den 2.044 Zuschauern begann mit einem Paukenschlag! Bereits nach 49 Sekunden traf Matt McKnight nach toller Vorarbeit von Bastian Steingroß, der die Scheibe aus der eigenen Zone nach vorne brachte, zum 1:0! Und die Schwaben spielten sich in einen regelrechten Rausch, denn keine zwei Minuten später tankte sich Freddy Cabana über rechts durch, passte in die Mitte und der Ex-Rosenheimer Benjamin Zientek erzielte seinen 17. Saisontreffer. Und weiter ging es mit einem Treffer – 16 Sekunden später spielte SBR-Goalie Timo Herden die Scheibe von hinter dem Tor auf den ebenfalls ehemaligen Starbull Shawn Weller, der keine Mühe hatte ins leere Tor zu treffen. 3:0 nach 151 Sekunden und die ca. 60 Steelers-Fans, die den zahlreichen Staus auf der Fahrt trotzten, völlig aus dem Häuschen! Franz Steer zog daraufhin die Reißleine, nahm seine Auszeit und wechselte den Torwart. Für Timo Herden stand nun Lukas Steinhauer im Gehäuse. Der hatte gleich alle Hände voll zu tun, denn die Reihe um Justin Kelly, Shawn Weller und Matt McKnight drängten auf den vierten Treffer. Die erste Chance auf den ersten der Hausherren hatte in der sechsten Minute Joe Lewis, der an der starken Reaktion von Silo Martinovic scheiterte. Doch den Ton gab der Tabellenführer an. In der achten Minute pfiff Schiedsrichter Göran Noeller die erste Strafe des Spiels und es traf den Steelers-Kapitän Adam Borzecki wegen hohen Stocks, obwohl er eigentlich hart aber fair checkte. Das Penaltykilling funktionierte tadellos und bis auf eine gefährliche Situation die Silo Martinovic entschärfte, passierte nicht viel. Im Anschluss war es dann Max „ML7“ Lukes, der nach feiner Einzelleistung mit der Rückhand an Lukas Steinhauer scheiterte. In der 12. Spielminute erneut Strafe gegen die Steelers. Benjamin Zientek erhielt eine 2+10 Strafe wegen Checks in den Rücken von Cameron Burt. Die kleine Strafe saß Sebastian Alt ab. Auch das zweite Powerplay der Hausherren verpuffte und es blieb beim 0:3 aus Sicht der Starbulls. Die erste Strafe gegen die Oberbayern gab es in der 16. Spielminute. Felix Gottwald checkte, ähnlich wie Benjamin Zientek, Max Lukes von hinten in die Bande und bekam lediglich zwei Minuten aufgebrummt. In Unterzahl hatte Tyler Scofield bei einem Alleingang die Chance auf den ersten Treffer, er schoss jedoch übers Tor. Auch das erste Überzahlspiel der Schwaben lief nicht so, wie man es vom Tabellenführer gewohnt ist. So ging es mit dem 3:0 für Bietigheim in die erste Pause.

Auch der zweite Abschnitt begann mit einer Riesenchance für die Steelers, Justin Kelly spielte quer, doch Lukas Steinhauer hielt überragend gegen Shawn Weller. Doch nach 40 Sekunden war es erneut Matt McKnight der zum 4:0 traf – wieder Auftakt nach Maß. Die Vorarbeit kam von Justin Kelly und Shawn Weller. Es rollte ein Angriff nach dem anderen auf Lukas Steinhauer in den Folgeminuten, doch gegen Marcel Rodman, Bastian Steingroß und Sebastian Alt blieb er Sieger. Auf der anderen Seite war es erneut Joseph Lewis der knapp am Tor vorbeizog. Zur Mitte des Spiels dasselbe Bild, die Gäste hatten das Spiel zu jeder Zeit im Griff und waren dem fünften Treffer näher als die Gastgeber dem ersten. Folgerichtig in der 31. Minute das 5:0! Torschütze ein weiterer ehemaliger Rosenheimer – Sebastian Alt stand im Slot goldrichtig und traf, nachdem zuvor Marcel Rodman an Lukas Steinhauer  noch den Kürzeren zog. Die Begegnung kannte weiter nur eine Richtung – die zum Tor des SBR. In der 36. Minute das zweite Powerplay für den Vizemeister, Torhüter Lukas Steinhauer stellte ein Bein und Lukas Wenzel saß seine Strafe ab. In diesem hatte Dominic Auger die große Chance auf Tor Nummer sechs, wurde im letzten Augenblick jedoch gestoppt. Hätte er getroffen, hätten alle ehemaligen Starbulls-Spieler Im Steelers-Trikot ein Tor erzielt. Doch ein weiterer Treffer wollte im Mittelabschnitt nicht mehr fallen und es ging mit dem komfortablen 5:0 in die zweite Pause.

Im Schlussabschnitt blieben die Starbulls zwar in den ersten 60 Sekunden ohne Gegentor, doch nach 61 Sekunden war es soweit! Zum dritten Mal war es der Goldhelm Matt McKnight der den ersten Treffer des Drittels erzielte. Bei seinem Schuss ins lange Eck hatte Lukas Steinhauer keine Abwehrmöglichkeit. Und wie in Abschnitt eins und zwei, dominierten die Schwaben nach Belieben, den Rosenheimer gelang so gut wie nichts in der Offensive. In der 48. Minute stand Lukas Steinhauer erneut im Mittelpunkt, als er den vierten Treffer von Matt McKnight sehenswert verhinderte. Einzig Tyler Scofield sorgte stellenweise für Gefahr vor dem Steelers-Tor. Er, sowie die DNL-Spieler hinterließen einen sehr guten Eindruck. In der 51. Minute war es einer der DNL-Akteure der für das dritte Powerplay der Steelers verantwortlich war. Valentin Hein musste wegen Beinstellens für zwei Minuten in die Kühlbox. In diesem fiel der erste Überzahltreffer – Benjamin Zientek erhöhte mit seinem zweiten Tor nach Vorarbeit von Marcel Rodman und Freddy Cabana auf 7:0! Den Shutout für Silo Martinovic verhinderte die Bande – einen Pass über diese prallte vor das Tor, vor Valentin Hein freistand und keine Probleme hatte einzuschießen. Das erste Profi-Tor des DNL-Spielers. Und was man den Fans der Starbulls zugutehalten muss ist, dass sie den Treffer zum 1:7 feierten wie einen Siegtreffer in Overtime. Keine Pfiffe, nur Gesang – so muss es sein. Drei Minuten vor Schluss musste Silo Martinovic nochmals sein ganzes Können gegen einen Schuss von Cameron Burt zeigen. 90 Sekunden waren noch auf der Uhr, da packte Lukas Steinhauer ein Highlight-Save gegen Benjamin Zientek aus – Wahnsinn wie er den Schuss aus kürzester Entfernung aus dem Winkel fischte. Und dann war Schluss – die Steelers siegten eindrucksvoll mit 7:1 in Rosenheim und können nun mit breiter Brust ins Derby am Sonntag gehen.

von Patrick Jonza

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