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Erster Heimsieg in der Finalserie - Überragender Ilya Sharipov sichert 6:3-Erfolg für die Steelers

Freitag, 20.04.2018, Bietigheim Steelers - SC Riessersee
6:3

Serienstand im Finale 2:1 für die Steelers und in allen bisherigen Spielen ging die Gastmannschaft als Sieger vom Eis. Falls die Schwaben das Gesetz der Serie brechen sollten, können sie sich mit einem Sieg in der Finalserie zwei Matchpucks sichern. Jedoch genau dies wollten die oberbayrischen Gäste unter allen Umständen verhindern und den Serienstand wieder auszugleichen.  

Nach dem ersten Bully, bei einer großartigen Stimmung in der Arena, die Gäste anfangs mehr in der Defensive und die Schwaben erarbeiteten sich mit zunehmender Spielzeit immer mehr Spielanteile. Nach drei Minuten ein erster Aufschrei der 4166 Zuschauer, als Tyler McNeely einen Schuss von Dominic Auger abfälschte, welcher äußerst knapp das Gästetor verfehlte. Auf der anderen Seite sicherte Ilya Sharipov souverän einen strammen Schuss von Mattias Beck. Als Justin Kelly wegen Beinstellen auf dem Sünderbänkchen Platz genommen hat, die Steelers mit einem sehr guten Penaltykilling, weshalb die Werdenfelser nur zu wenigen Abschlüssen gekommen sind. Die Schwaben weiterhin mit optischer Überlegenheit und die Oberbayern immer wieder mit schnellen und gefährlichen Gegenstößen. In der 14. Spielminute scheiterte zunächst Freddy Cabana an Andrew Hare und die Scheibe lief weiter über Adam Borzecki zu Dominic Auger, welcher sich nicht zweimal bitten ließ und mit einem Handgelenkschuss zum 1:0 ins lange Eck vollendete - der Jubel der Bietigheimer Fans ungemein. Beide Teams standen weiter sicher in der Defensive und so ging es mit der verdienten 1:0-Führung in die erste Pause.

Im Mittelabschnitt die Gäste aus Oberbayern gleich mit einem ersten Warnschuss von Andreas Eder. Die Riesserseer jetzt mit sehr aggressivem Forechecking sowie mit vielen Scheibeneroberungen, weshalb sie permanenten Druck auf die Ellentaler Defensive und Ilya Sharipov ausübten. Die Hausherren mit wenigen Angriffen zur Entlastung. Ilya Sharipov immer zur Stelle und sicherte in brenzligen bzw. wichtigen Situationen das Spielgerät, um seinen Teamkollegen eine kurze Erholungsphase oder eine Wechselmöglichkeit zu verschaffen. Der Druck der Gäste teilweise sehr hoch, aber an Ilya Sharipov war einfach kein Vorbeikommen. Nach 34 gespielten Minuten eine Strafe gegen Florian Vollmer wegen Behinderung und knapp eine Minute später gab es wegen zu vielen Spieler auf dem Eis eine Bankstrafe für die Steelers. Nur 23 Sekunden später der erneute Pfiff der Unparteiischen und Max Prommersberger musste wegen Halten in die Box. Die Bietigheimer Fans waren mit dieser Entscheidung hörbar nicht einverstanden. In Unterzahl die Schwaben erst 4 gegen 3 und dann eine Minute in doppelter Unterzahl mächtig unter Druck, aber sie verteidigten aufopferungsvoll. Als in diesem Drittel noch 3:29 auf der Anzeige standen hämmerte Joel Johansson das Spielgerät zum Ausgleich ins Tor von Ilya Sharipov. Trotz dem bislang starken 2. Drittel der Oberbayern hatten die Ellentäler die passende Antwort und Justin Kelly erhöhte 58 Sekunden vor dem Drittelende zum spielentscheidenden 2:1.

Das letzte Drittel begann wieder ausgeglichen und es dauerte bis zur 43. Minute, ehe Benjamin Hüffner nach der Vorlage von Shawn Weller zum wichtigen 3.1 ins Riesserseer Gehäuse einschoss. Als noch 9:43 auf der Uhr standen war es unübersichtlich im Torraum der Gäste und nachdem Tyler McNeely jubelte kam es zum Videobeweis. Nach der Sichtung der Videoaufzeichnung lautete die Entscheidung der Unparteiischen auf kein Tor. Genau 57 Sekunden später, nachdem Justin Kelly eiskalt mit seinem zweiten Treffer zum 4:1 ins Eck vollendete stand die Halle Kopf und der EgeTans-Hexenkessel brodelte. Bei einer erneuten Unterzahl der Hausherren, als Dominic Auger wegen Spielverzögerung zuschauen musste, nahm Gästecoach Toni Söderholm seinen Torhüter Andrew Hare für einen weiteren Feldspieler vom Eis. Im Spiel 6 gegen 4 erkämpfte sich Shawn Weller den Puck und spielte diesen zu Tyler McNeely weiter. Tyler McNeely machte sich in Unterzahl auf den Weg in Richtung dem verwaisten Gästetor und netzte zum 5:1 (57.) ein. Die Fans der Bietigheimer legten in der Lautstärke nochmals deutlich zu und feierten das Team. Die Gäste kämpften weiter und konnten 86 Sekunden vor dem Spielende durch Felix Thomas und 35 Sekunden später durch Jared Gomes zum 5:3 verkürzen. Nach diesem Treffer nahm Toni Söderholm ein Timeout und 30 Sekunden vor der Sirene nochmals seinen Torhüter Andrew Hare vom Eis. Als noch 16,8 Sekunden zu spielen waren legte Shawn Weller mit seinem Emptynet-Treffer zum 6:3 nach.       

Mit einer starken Mannschaftsleistung und einem überragenden Ilya Sharipov baute das Team von Kevin Gaudet mit diesem ersten Heimsieg in der Finalserie die Serienführung zum 3:1 aus und sicherten sich zwei Matchpucks.

Nach dem Spiel gab es noch ein Geburtstagsständchen für Benjamin Zientek – herzlichen Glückwunsch zum 24. Geburtstag.

Am Sonntag kommt es zur 5. Begegnung in der Finalrunde in Garmisch-Partenkirchen – Spielbeginn gegen den SC R ist um 17.00 Uhr. 

Bericht: Ralf Endres

von Bietigheim Steelers

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