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Enges Höschen im Ellental -Steelers siegen mit 3:2 gegen Kaufbeuren

Dienstag, 03.10.2017, Bietigheim Steelers - ESV Kaufbeuren
3:2

Am „Tag der Deutschen Einheit“ trafen die Steelers, die ohne Benjamin Hüfner und Kodi Schwarz antreten mussten, auf den ESV Kaufbeuren. Wieder mit von der Partie war Verteidiger Rob Brown. Im Tor vertraute Kevin Gaudet heute wieder auf Ilya Sharipov. Die Allgäuer konnten mit voller Kapelle den Weg ins Ellental antreten.

Das Spiel begann nach dem Geschmack der meisten unter den 2.246 Zuschauern, denn nach 63 Sekunden spielte Rückkehrer Rob Brown einen starken Pass auf den im Slot stehenden Shawn Weller und der ließ Stefan Vajs im Tor keine Chance und traf zur frühen Führung. Nur wenige Sekunden später sprachen die Hauptschiedsrichter Kevin Salewski und Jens Steinicke eine Strafe gegen den ESVK aus. Nach zwei Spielen ohne Überzahltor war der Bann dann gebrochen – Tyler McNeely spielte einen Traumpass auf Shawn Weller und auch diese Chance ließ sich Mr. Weller nicht nehmen, sein Schuss schlug zum 2:0 genau im Winkel ein.  Gespielt waren gerade einmal 2:45 Minuten. Die Gäste ließen sich davon jedoch nicht beeindrucken und spielten munter nach vorne und bekam in der fünften Minute ihrerseits ein Powerplay zugesprochen. Max Prommersberger saß wegen Beinstellens. Dies nutzten die Allgäuer zum Anschlusstreffer. Den Rebound nach Schuss von Goldhelm Sami Blomqvist netzte Joseph Lewis ein – nur noch 2:1 und Jubel unter den ca. 150 mitgereisten Kaufbeurer. In der achten Minute musste der ESVK binnen 9 Sekunden auf Philipp de Paly und Charlie Sarault wegen Fouls verzichten – 1:51 Minuten doppelte Überzahl für die Steelers. Die Schwaben drängten auf den dritten Treffer, doch die Allgäuer verteidigten mit drei Mann tapfer und hervorragend, so dass diese heikle Situation überstanden werden konnte. Kaum komplett hielt Ilya Sharipov klasse gegen Daniel Oppolzer. Das Spiel war geprägt von jeder Menge Tempo und intensiv. Ilya Sharipov war es dann fünf Minuten vor der ersten Pause, der mit einem starken Reflex den Ausgleich durch Philipp de Paly verhinderte. Die Joker wurden nun mutiger und kamen zu guten Chancen, doch an der Führung der Hausherren nach 20 Minuten änderte sich nichts.

Der Mittelabschnitt begann mit jeder Menge Tempo aber ohne klare Torchancen. Die erste Spielunterbrechung gab es erst nach 3:32 Minuten! In der 26. Minute musste dann Alex Preibisch wegen hohen Stocks in die Kühlbox, komplett unbeabsichtigt aber die richtige Entscheidung – Powerplay Kaufbeuren. Die Schwaben verteidigten stark und ließen im Prinzip nichts zu und konnten somit die Führung verteidigen. Auch in den Folgeminuten ging es hoch und runter, ohne aber zwingend zu werden. Dies änderte sich in der 31. Minute als Tyler McNeely im letzten Moment nur durch einen Stockschlag von Jere Laaksonen gestoppt werden konnte, es gab Strafe gegen den ESVK. Doch auch die Gäste verteidigten geschickt und des bleib bei Ein-Tore-Führung der Bietigheimer. Ein offensives Ausrufezeichen der Steelers gab es dann in der 36. Minute, doch weder Rob Brown noch Benjamin Zientek konnten Stefan Vajs überwinden. Auf der anderen Seite scheiterte Florin Ketterer mit seinem Schuss an Ilya Sharipov. Dann ging ein relativ unspektakuläres zweites Drittel torlos in die Pause.

Der Schlussabschnitt begann mit einer guten Einschussmöglichkeit für die Gäste, die sie jedoch nicht nutzen konnten. Auf der anderen Seite musste Stefan Vajs gegen Alex Preibisch alles in die Waagschale werfen um zu parieren, dadurch war er jedoch gut vier Meter aus seinem Katen, Benjamin Zientek schnappte sich den Puck und netzte zum 3:1 ein! Im Anschluss musste Max Schäffler wegen Bandenchecks auf die Strafbank, doch auch dieses Powerplay wollte nicht wie gewohnt laufen. Besser wollten es die Gäste ab der 46. Minute mit einem Mann mehr machen, denn Alex Preibisch musste wegen Behinderung raus, doch da war auch eher der Wunsch Vater des Gedankens. In der 50. Minute war es dann aber soweit, vom Bully weg schoss Steven Billich, Jere Laaksonen stand goldrichtig und schoss die Scheibe zum erneuten Anschlusstreffer ein. Die Spannung nahm zu. Kurios wurde es in der 52. Minute, als Benjamin Zienteks Gegenspieler ausrutschte und die Hauptschiedsrichter ein Stockcheck ahndeten. Alles reklamieren half nichts, erneut musste man in Unterzahl agieren. Die Joker gaben mächtig Gas, doch der Ausgleich wollte nicht fallen – zum Glück aus Sicht der Schwaben. Auch nach dem Powerplay nahm der Druck der Gäste nicht ab, Schwerstarbeit für die Defensive der Steelers war angesagt. 10 Sekunden vor dem Ende nahm Andreas Brockmann bei Bully vor dem Tor von Ilya Sharipov seine Auszeit, Stefan Vajs war kurz zuvor aus seinem Kasten gegangen. Doch es sollte nichts helfen. Die Schwaben brachten das knappe Ergebnis über die Zeit und sind zumindest bis Freitag Tabellenführer der DEL2.

von Patrick Jonza

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