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Dezimierte Steelers verlieren in Frankfurt mit 1:4

Freitag, 21.10.2016, Löwen Frankfurt - Bietigheim Steelers
4:1
Diesmal gab es für Topscorer Matt McKnight nichts zu holen

Zum Topspiel des 11. Spieltags kam es heute Abend in Frankfurt, denn die drittplatzierten Löwen empfingen den Tabellenführer aus Bietigheim. Bei den Steelers fehlten neben den langzeitverletzten Markus Gleich, Justin Kelly und Andreas Schwarz auch Freddy Cabana und Michael Fink. Bei den Löwen kehrte Verteidiger Matt Tomassoni zurück, Joel Keussen und Richie Müller fielen dagegen aus.

Bereits nach wenigen Sekunden musste Sinisa Martinovic den ersten Schuss von C.J. Stretch entschärfen. Die Schwaben konnten sich im Anschluss nur mit Hilfe eines unerlaubten Weitschusses befreien. Nach dem anschließenden Bully zog Brett Breitkreuz vom Bullykreis ab und traf zur Führung für die Hausherren nach 21 Sekunden! Früher Jubel bei den 3.317 Zuschauern in der Halle – außer bei den ca. 120 mitgereisten Anhängern in Grün-Weiß-Blau. Die Bietigheimer zeigten sich wenig schockiert und spielten munter nach vorne. In der zweiten Minute wusste sich Roman Pfennings nur mit einem Foul zu helfen und es gab das erste Powerplay für den Vizemeister. Hier hatte Marcus Sommerfeld die erste gute Möglichkeit, sein Schuss parierte Brett Jaeger im Tor sicher. Auch im Anschluss hatte man gute Schusschancen, ein Treffer wollte aber nicht gelingen. In der fünften Minute dann Schrecksunde für die Bietigheimer – Max Prommersberger blieb nach einem Check von Eddy Rinke-Leitans hinter dem eigenen Tor liegen, konnte aber zum Glück nach kurzer Pause wieder mitwirken. Beide Teams in den folgenden Minuten mit Zug zum Tor, richtig dicke Chancen erspielen konnten sich beide nicht. In der 10. Minute wurde es nach feinem Pass von David Wrigley gefährlich vor Brett Jaeger aber erneut Marcus Sommerfeld verpasste den Ausgleich. Kurz darauf die erste Strafe gegen die Schwaben. Der sehr gut leitende Schiedsrichter Sven Fischer schickte Max Lukes wegen Stockchecks zwei Minuten in die Kühlbox.  Die Hessen mit sehr viel Druck und guten Möglichkeiten, doch auch ihnen gelang kein Tor bei numerischer Überzahl. In der 14. Minute störte Benjamin Zientek erfolgreich den Aufbau der Hausherren, scheiterte jedoch frei vor Brett Jaeger. Besonders lieb hatten sich dann Sebastian Alt und Lukas Laub, was Sven Fischer mit jeweils zwei Minuten ahndete. Mit vier gegen vier ging es weiter. Die Steelers wussten mit dem Platz mehr anzufangen als die Löwen, hatten aber einmal Glück als Matt Pistilli knapp verzog. In der letzten Minute nochmals viel Druck der Ellentäler auf das Tor der Frankfurter aber der Ausgleich sollte nicht mehr gelingen. Mit dem knappen Rückstand ging es in die erste Pause.

Die Hessen erwischten erneut einen Blitzstart aber Silo Martinovic rettete in höchster Not gegen Matt Pistilli. Wenige Sekunde später setzte Matt McKnight Marcus Sommerfeld in Szene, doch auch Brett Jaeger war zu Stelle. Bietigheim kam gut aus der Kabine und drängte auf den Ausgleich. Zum wiederholten Male war es Marcus Sommerfeld der den ersten Treffer auf der Kelle hatte, diesmal war der Pfosten Endstation. Der Schwung der Schwaben wurde in der 25.Minute durch ein Foul von Kapitän Adam Borzecki unterbunden. Doch auch dieses Powerplay wussten die Gäste zu unterbinden und hatten durch Matt McKnight sogar die Chance auf einen Shorthander. Kaum waren die Löwen wieder zu fünft nahm die Qualität der Chancen der Hessen zu, doch Silo Martinovic wie gewohnt mit starken Paraden. Zur Hälfte der Spielzeit nahmen die Chancen auf beiden Seiten zu – beide Keeper weiter hellwach. In der 31. Minuten gab es eine Strafe gegen C.J. Stretch abseits des Spielgeschehens, Rob Brown gab Stretch noch ein paar warme Worte mit auf den Weg und der Vorteil war dahin. Wieder gab es Platz auf dem Eis da es mit insgesamt acht Feldspielern weiterging. In der 34. Minute, beide Mannschaften waren wieder vollzählig, machte sich Robin Just auf und davon, wollte aber auf Shawn Weller spielen und die Chance war dahin. Stattdessen lief der Konter der Löwen, Mike Card zog ab, die Scheibe prallte gefährlich von der Bande zurück und C.J. Stretch stand goldrichtig und schob ins leer Tore zur 2-Tore-Führung ein. Eine alte Sportweisheit bewahrte sich da: Machst du vorne die Dinger nicht rein, klingelt es halt hinten. Wobei man aber auch sagen muss, dass die Defensive der Hessen bis heuer einen guten Tag erwischte. 70 Sekunden vor der zweiten Pause nochmal Powerplay für Bietigheim. Eddy Rinke-Leitans traf Shawn Weller unglücklich und ohne Absicht mit dem Stock im Gesicht, musste aber zurecht für zwei Minuten raus. Das Tor der Löwen war bis dato jedoch Sperrgebiet für die Scheibe und mit dem 0:2 aus Sicht der Gäste ging es in die zweite Pause.

Mit noch 50 Sekunden Powerplay startete der Schlussabschnitt. Diesmal der Blitzstart durch die Schwaben. Binnen weniger Sekunden verpassten Matt McKnight und Shawn Weller den ersten Treffer! Brett Jaeger parierte überragend, so dass auch dieses Überzahlspiel nicht von Erfolg gekrönt war. Mitten in die Dranphase dann ein Wechselfehler und man war plötzlich zu sechst auf dem Eis – die Bankstrafe musste Max Lukes absitzen. Das bisher schwächste Powerplay überstand man schadlos. In der 47. Minute entschärfte Silo Martinovic gefährliche Schüsse von Clarke Breitkreuz und Matt Pistilli sehenswert. Die Steelers rannten weiter an, bissen sich an der Löwen-Defensive ein ums andere Mal die Zähne aus, zudem lief so langsam die Zeit davon. In der 49.Minute dann Konter der Hausherren. Patrick Jarrett spielte einen Traumpass auf Clarke Breitkreuz der in Penaltymanier auf Silo zulief und ihm keine Abwehrmöglichkeit ließ. Das 3:0 für die Hessen war die Vorentscheidung. Doch der Tabellenführer gab nicht auf und wollte den Anschluss erzielen. Doch Brett Jaeger hatte einige Male entschieden was dagegen. Erneut in Überzahl waren die Schwaben ab der 53. Minute, als  Brett Breitkreuz raus musste. 32 Sekunden später war dies wieder passé – Benjamin Zientek stellte seinen Gegner das Bein und durfte auch in die Kühlbox. Keine Minute später noch mehr Platz auf dem Eis und weniger auf der Strafbank der Hessen. Nils Liesegang gesellte sich zu seinem Kollegen. Als es dann mit fünf gegen vier weiterging fiel der erste Treffer für den Tabellenführer! Benjamin Zientek schoss gegen den Innenpfosten, die hinter Brett Jaeger liegende Scheibe wollte David Cespiva klären, schoss blöderweise den Puck gegen den Hintern seines Keepers  - nur noch 3:1 für Frankfurt, 4:43 Minuten vor Schluss.  Zweieinhalb Minuten vor dem Ende nahm Kevin Gaudet eine Auszeit um seinen Jungs den Schlachtplan für die Restzeit mit auf den Weg zu geben und Silo Martinovic vom Eis zu nehmen. Doch Lukas Laub schnappte sich in der neutralen Zone die Scheibe und schoss ins verwaiste Tor zum Endstand von 4:1 ein.

Für die Steelers geht es am Sonntag gegen die Bayreuth Tigers um 17:00 Uhr in der EgeTrans Arena weiter. Tickets gibt es dazu noch online oder ab 16:00 Uhr an der Abendkasse.

von Patrick Jonza

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