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6:1

Derbyniederlage in Heilbronn – Steelers verlieren mit 2:6

Sonntag, 15.01.2017, Heilbronner Falken - Bietigheim Steelers
6:2
Hatten gestern einiges zu besprechen - Kevin Gaudet und Marc St. Jean

Am gestrigen Sonntagnachmittag stand das dritte Aufeinandertreffen der Steelers gegen die Falken aus Heilbronn auf dem Spielplan der DEL2. Bei den Steelers kehrte Max Prommersberger in den Kader zurück, so dass neben Markus Gleich nur noch Bastian Steingroß und Justin Kelly ausfielen.

Die Unterländer erwischten einen guten Start in die Begegnung und setzten das von Sinisa Martinovic gehütete Tor gut unter Druck. Aber auch der Gast aus dem Ellental wusste zu gefallen und Andrew Hare im Falkengehäuse musste stets auf der Hut sein. In der siebten Minute öffnete sich erstmals die Strafbanktür auf Seiten der Hausherren. Schiedsrichter Alexander Singer stellte Patrik Vogl wegen eines Crosschecks hinaus. Im Powerplay wussten die Steelers durchaus zu überzeugen, ein Treffer wollte jedoch nicht gelingen. Kurz darauf schlug der Vizemeister dann doch zu. René Schoofs schickte Max Lukes auf die Reise, der große Übersicht bewies und Marcel Kahle in Szene setzte. Seine Direktabnahme schlug zur Führung im Kasten der Heilbronner ein. In der 18. musste Marcus Sommerfeld wegen Behinderung in die Kühlbox. Justin Kirsch nutze das Powerplay zum Ausgleich. Hier zeigte sich erstmals, warum die Falken die derzeit beste Mannschaft in Überzahl ist. Zudem sollte es der Anfang der Justin Kirsch-Festspiele werden. Mit dem Unentschieden ging es in die erste Pause.

Der zweite Abschnitt begann mit einer guten Chance für David Wrigley der aber an Andrew Hare scheiterte. In der 22. Minute das zweite Überzahl für Bietigheim – Tyler Gron musste wegen Bandenchecks raus. Die Ellentäler taten sich diesmal schwer. Lediglich Benjamin Zientek und Robin Just konnten dem Tor gefährlich nahe kommen. In den Folgeminuten bekamen die Steelers besser Zugriff auf das Spiel ohne in letzter Konsequenz diese leichte Überlegenheit zu diesem Zeitpunkt zu nutzen. Die Hausherren waren durch schöne Aktionen vom agilen Tyler Gron stets gefährlich. In der 29. Minute rettete die Querlatte für den bereits geschlagenen Silo Martinovic nach Schuss von Christoph Körner. Kurz darauf saß Max Lukes zwei Minute ab, da er hackte. In Unterzahl hatte David Wrigley die Führung auf der Kelle, doch es sollte anders kommen. Sechs Sekunden vor Ablauf der Strafe war es erneut Justin Kirsch der zur ersten Führung für sein Team einschoss. In der 35. Minute dann ein großer Auftritt vom wiedergenesenen Shawn Weller, der mit seinem unbändigen Willen die Scheibe im zweiten Versuch zum Ausgleich einschoss – 2:2! Knappe drei Minuten vor der zweiten Sirene erwischte es diesmal David Wrigley wegen Behinderung und er musste in die Kühlbox. Die Strafminuten konnten man noch überstehen, doch 14 Sekunden später war es der überragende Justin Kirsch der mit einem satten Schuss zum 3:2 aus Sicht der Heilbronner traf. Dies war zeitgleich der Stand nach 40 Minuten.

Im Schlussabschnitt taten sich die Bietigheimer überraschend schwer überhaupt ins Angriffsdrittel der Falken zu gelangen. In der 45. Minute galt es dann einen neuen Namen für den Stadionsprecher durchzugeben – Kevin Lavallée traf zum 4:2. Die Unterländer übernahmen jetzt vollends das Kommando und kamen 140 Sekunden später zum vorentscheidenden 5:2. Erneut war es Kevin Lavallée der traf. Selbst eine doppelte Überzahl konnten die Stählernen am gestrigen Abend nicht zu einem Treffer nutzen. Stattdessen fiel noch das 6:2 – zum vierten Mal war Justin Kirsch der Torschütze, der gestern mit Kevin Lavallée zu den beiden größten Derbyhelden der Falken gehörte – zumindest bis zum nächsten Aufeinandertreffen am 19. Februar. Wenige Sekunden später teilten Markus Eberhardt und Rob Brown Zärtlichkeiten aus, die mit jeweils 2+2+10 Strafminuten geahndet wurden. Alles andere als zärtlich war dann ein Falkenspieler, der die Scheibe via Schlagschuss in die Umrandung schießen wollte. Er traf dabei Schiedsrichter Alex Singer unglücklich am Bein, der jedoch nach kurzer Verschnaufpause weiter pfeifen konnte. Dann war das dritte Derby der Saison Geschichte und die Falken fuhren mit dem 6:2 den ersten Sieg verdient ein.

Durch die Niederlage gaben die Steelers erstmals seit dem zweiten Spieltag die Tabellenführung an die Löwen Frankfurt ab. Am kommenden Freitag kommt es dann zum absoluten Topspiel in Mainhatten, wenn die Schwaben sich Platz eins zurückholen wollen.

von Patrick Jonza

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